Fasten und Wandern über der Rheinschlucht
Schweiz - Graubünden - Ilanz





Das Kloster Ilanz liegt auf der sonnigen Terrasse Quinclas, rund 70 Höhenmeter über dem Städtchen Ilanz in der Surselva, mit freiem Blick in die Bündner Bergwelt. Das Gäste- und Seminarhaus der Ilanzer Dominikanerinnen steht allen offen und richtet drei bis vier Mal im Jahr eine Woche „Fasten und Wandern" aus: Bei der Anmeldung wählst Du zwischen Buchinger-Fasten und Basenfasten nach Wacker. Geleitet wird die Woche von Heike A. Gödeke, Fastenleiterin (AGL) und Kneipp-Gesundheitstrainerin (SKA), die täglich zu entspannten Wanderungen aufbricht und Kneipp-Anwendungen fest in den Tag einbaut. Die 48 Zimmer sind schlicht und zweckmässig im Sinne klösterlicher Tradition, und das Haus ist vom Parkplatz bis in den Speisesaal durchgehend barrierefrei erschlossen. Zur preisgekrönten Anlage von 1970 gehören die kubische Klosterkirche mit ihrer bemerkenswerten Akustik, die Gärten und eine Lourdes-Grotte.
Das traditionelle Buchinger Fasten ist eine bewährte Methode des Heilfastens, bei der feste Nahrung durch Flüssigkeiten wie Gemüsebrühe, Säfte und Tee ersetzt wird. Es hilft dem Körper, sich zu regenerieren, den Stoffwechsel zu entlasten und neue Energie zu gewinnen.
In den Bergen
Barrierefrei
Fastenbegleitung
Freier Internetzugang
Ländliche Umgebung
Workshops
Ilanz nennt sich die erste Stadt am Rhein, und rund 70 Höhenmeter darüber, auf der sonnigen Terrasse Quinclas, liegt das Kloster. Von hier schaust Du über die Dächer des mittelalterlichen Städtchens hinweg in die Bergwelt der Surselva, und unten schneidet sich der Rhein durch die Rheinschlucht. Gegründet wurde die Gemeinschaft der Ilanzer Dominikanerinnen 1865; die heutige Anlage stammt von 1970 und ist ein preisgekrönter Bau des Zürcher Architekten Walter Moser, mit einer weissen, kubischen Klosterkirche, zwölf farbigen Kirchenfenstern und einer Akustik, die man beim ersten Ton bemerkt. Das Gäste- und Seminarhaus mit 48 Zimmern steht allen offen, unabhängig von Herkunft, Alter, Beruf oder Religion.
Drei bis vier Mal im Jahr richtet das Kloster eine Woche „Fasten und Wandern“ aus, jeweils von Sonntagnachmittag bis Samstagvormittag. Das Besondere: Du entscheidest bei der Anmeldung selbst, auf welchem Weg Du fasten möchtest, und beide Gruppen gehen dieselbe Woche gemeinsam.
Geleitet wird die Woche von Heike A. Gödeke, Fastenleiterin (AGL) und Kneipp-Gesundheitstrainerin (SKA); willkommen sind Fastenanfängerinnen und Fastenerfahrene gleichermassen. Eine ärztliche Betreuung gibt es im Haus nicht. Fasten ist nicht für jeden geeignet: Wenn Du Medikamente nimmst, schwanger bist, stillst oder Vorerkrankungen hast, kläre Deine Teilnahme vorab ärztlich ab.
Einen Spa im Hotelsinn hat das Kloster nicht: keine Sauna, kein Schwimmbad, keinen Fitnessraum. Was es dafür gibt, ist Ruhe. Dreimal pro Woche finden Yoga-Lektionen für Hausgäste statt, die Du einzeln dazubuchen kannst. Die Klosterkirche steht offen, ebenso die Gärten und die Lourdes-Grotte als Rückzugsorte. Wer möchte, nimmt geistliche Begleitung oder ein Einzelgespräch in Anspruch. Über das Jahr laufen rund 60 Kurse im Haus, von Yin Yoga über Feldenkrais bis zu Klangschalen und Jin Shin Jyutsu, geleitet von externen Fachleuten.
Das Gästehaus hat 48 Einzel-, Doppel- und Familienzimmer, teils mit eigenem Bad, teils mit Etagenbad. Sie sind schlicht und zweckmässig eingerichtet, ganz im Sinne der klösterlichen Tradition, und genau das macht das Ankommen hier leicht. WLAN gibt es im ganzen Haus, Kinderbetten auf Anfrage, Parkplätze kostenfrei vor der Tür. Barrierefreiheit wird hier ernst genommen: vom Parkplatz bis in Speisesaal und Seminarräume stufenlos, mit Personenlift zu allen Zimmern und öffentlichen Räumen; die Zugänglichkeit ist von der Initiative OK:GO erfasst. Haustiere können leider nicht mitgebracht werden.
Während der Fastenwoche richtet sich die Küche nach Deinem Weg: Beim Buchinger-Fasten tragen Dich Tees und flüssige Kost durch die Tage, beim Basenfasten nach Wacker kommen dreimal täglich basische, vegan zubereitete Mahlzeiten auf den Tisch, leicht und aus saisonal frischen Produkten der Region. Gegessen wird im klösterlichen Speisesaal, als Buffet oder an der Tavolata. Vegetarische Gerichte und Spezialdiäten sind auf Anfrage möglich. Seit Ende 2025 betreibt das Kloster wieder eine eigene Bäckerei, die täglich frisches Brot backt, was besonders an den Aufbautagen zu schmecken ist. Im Café Quinclas mit Klosterladen bekommst Du Kräutertee und Kaffee auf der Sonnenterrasse, dazu klostereigene Produkte wie Apfel- und Birnenbrot oder Gerstensuppe; Café und Laden setzen auf regionale, handwerkliche, faire und vegane Produkte.
Die Surselva ist Wanderland: Die täglichen Touren der Fastenwoche führen durch die Landschaft rund um Ilanz und zur Rheinschlucht, wo der türkise Fluss zwischen hellen Felswänden liegt. Das Städtchen Ilanz erreichst Du in einem kurzen Spaziergang bergab. Anreisen kannst Du gut mit der Bahn: bis Ilanz mit Umstieg in Chur, dann mit dem Postauto bis Albertushof oder in 15 Minuten zu Fuss. Ein Auto brauchst Du hier nicht, und die Klostergärten laden ohnehin zum Bleiben ein.
Eine Woche zwischen Bergluft, Kneippguss und der Stille einer Klosterkirche, und Du kehrst leichter, wacher und deutlich langsamer atmend in den Alltag zurück.
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