Erfrischende Getränke mit Orange und Rosmarin

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Basische Getränke: Was Deiner Säure-Basen-Balance wirklich hilft

Autor: Conny Wettcke

Veröffentlicht am: 02.09.2026

Du willst "basisch trinken" und fragst Dich, welche Getränke Deinem Säure-Basen-Haushalt wirklich guttun? Die ehrliche Antwort: Der wichtigste basische Drink ist schlicht Wasser, am besten still oder als hydrogencarbonatreiches Mineralwasser, ergänzt durch ungesüßte Kräuter- und Früchtetees. Getränke mit vielen basenbildenden Mineralstoffen wie Kalium und Hydrogencarbonat entlasten die Nieren ein wenig, während zuckerreiche Säfte, Limonaden, viel Kaffee und Alkohol eher als säurebildend gelten. Wichtig vorweg: Ein gesunder Körper "übersäuert" nicht durch das, was Du trinkst. Basische Getränke sind also kein Heilmittel, sondern ein sinnvoller Baustein einer pflanzenbetonten, mineralstoffreichen Ernährung.

In diesem Artikel erfährst Du, was "basisch" bei Getränken überhaupt bedeutet, welche Drinks tatsächlich sinnvoll sind, warum Zitronenwasser trotz saurem Geschmack basisch wirkt und welche Getränke Du besser reduzierst. Außerdem zeige ich Dir, worauf es beim Basenfasten in Sachen Trinken ankommt.

Was macht ein Getränk "basisch"?

Ob ein Lebensmittel oder Getränk basisch oder sauer wirkt, entscheidet nicht der Geschmack, sondern das, was nach der Verstoffwechselung übrig bleibt. Fachleute messen das mit dem PRAL-Wert (potenzielle renale Säurelast): Ein negativer Wert bedeutet basenbildend, ein positiver säurebildend. Gemüse liegt im Schnitt bei etwa minus 2,8, Obst bei rund minus 3,1, beide wirken also basenbildend. Basisch sind vor allem Getränke, die viele basenbildende Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Hydrogencarbonat liefern.

Entscheidend ist aber die richtige Einordnung: Dein Blut hat einen stabilen pH-Wert zwischen 7,35 und 7,45 und ist damit leicht basisch. Lunge und Nieren halten diesen Wert eng konstant, indem sie über die Atmung Kohlendioxid abatmen und über den Urin Säuren ausscheiden. Was Du isst und trinkst, verschiebt vor allem den pH-Wert des Urins, nicht den des Blutes. Eine ernährungsbedingte Übersäuerung des Körpers gibt es bei gesunden Menschen deshalb nicht.

Welche Getränke sind wirklich basisch?

Diese Getränke sind kalorienarm, liefern basenbildende Mineralstoffe und passen zu einer basenbetonten Ernährung:

Warum wirkt Zitronenwasser basisch, obwohl es sauer schmeckt?

Der saure Geschmack einer Zitrone kommt von der Zitronensäure. Im Körper wird das darin enthaltene Citrat jedoch zu Hydrogencarbonat abgebaut, also zu einer Base. Deshalb hat Zitronensaft einen leicht negativen, basenbildenden PRAL-Wert, obwohl er im Glas sauer schmeckt. Zitronensaft kann den Citratgehalt im Urin erhöhen, der alkalisierende Effekt auf den Urin-pH fällt in Studien allerdings eher moderat aus. Ein Wundermittel zum "Entsäuern" ist Zitronenwasser also nicht, ein gesundes, kalorienarmes Getränk aber allemal. Wie viel wirklich dran ist, liest Du im Detail unter Zitronenwasser am Morgen. Merke Dir: Nicht der Geschmack, sondern die Mineralstoffbilanz nach dem Stoffwechsel macht ein Getränk basisch oder sauer.

Welche Getränke gelten als säurebildend?

Diese Getränke solltest Du eher sparsam einsetzen, wenn Du basenbetont trinken willst:

Was solltest Du beim Basenfasten trinken?

Beim Basenfasten isst Du für eine begrenzte Zeit ausschließlich basenbildende Lebensmittel, vor allem Gemüse, Obst, Kräuter und Salate. Beim Trinken gilt dieselbe Linie: viel stilles oder hydrogencarbonatreiches Wasser, ungesüßte Kräutertees und klare Gemüsebrühe, dafür kein Kaffee, kein Alkohol und kein Zucker. Wenn Du basisch essen und trinken zuerst unter Anleitung ausprobieren möchtest, ist ein begleitetes Basenfasten in einem Fastenhaus ein guter Einstieg. Unser Stammhaus, das Hotel Therme in Bad Teinach, ein reines Fastenhaus im Schwarzwald in Baden-Württemberg, bietet Basenfasten mit passender Getränkebegleitung an.

Ein Hinweis noch: Hydrogencarbonat- und natriumreiche Wässer enthalten mehr Natrium. Wenn Du unter Bluthochdruck, einer Nieren- oder Herzerkrankung leidest, schwanger bist oder Medikamente nimmst, sprich Deine Trinkmenge und die Wahl des Mineralwassers vorher mit Deiner Ärztin oder Deinem Arzt ab. Auch eine Basenfastenkur ist nicht für jeden geeignet.

Wie viel solltest Du am Tag trinken?

Als Faustregel gelten rund 1,5 Liter pro Tag über Getränke, dazu kommt Flüssigkeit aus dem Essen. Bei Hitze, beim Sport oder bei schwerer körperlicher Arbeit kann der Bedarf auf das Drei- bis Vierfache steigen. Verteile die Menge über den Tag und stell Dir am besten schon morgens eine Karaffe Wasser hin. Ein Glas Wasser vor jeder Mahlzeit ist eine einfache Gewohnheit, die das Trinken fast von allein regelt. Welche Lebensmittel Deine basenbetonte Ernährung ergänzen, findest Du in unserer Übersicht zu basischen Lebensmitteln.

Fazit: Basische Getränke sind keine Zauberdrinks, aber eine einfache, gesunde Gewohnheit. Setz auf Wasser, gern hydrogencarbonatreich, auf ungesüßte Tees und verdünnte Gemüsesäfte und reduziere Zucker, Alkohol und übermäßigen Kaffee. Deinen Blut-pH regelt Dein Körper ohnehin zuverlässig selbst. Basisch zu trinken unterstützt vor allem eine pflanzenbetonte, mineralstoffreiche Ernährung und entlastet Deine Nieren ein wenig, mehr aber auch nicht, und genau das ist völlig in Ordnung.

Häufige Fragen

Kann man den Körper durch Getränke "entsäuern"?

Bei gesunden Menschen reguliert der Körper den Blut-pH selbst, Getränke beeinflussen vor allem den pH-Wert des Urins, nicht den des Blutes. Ein "Entsäuern" im wörtlichen Sinn ist nicht nötig. Basenbildende Getränke können die Nieren aber leicht entlasten und sind Teil einer gesunden Ernährung.

Ist Zitronenwasser wirklich basisch?

Ja. Trotz des sauren Geschmacks wird das Citrat der Zitrone basisch verstoffwechselt, sodass Zitronensaft basenbildend wirkt und den Citratgehalt im Urin erhöhen kann. Der Effekt auf den Urin-pH ist allerdings moderat.

Welches Mineralwasser ist basisch?

Basisch wirken vor allem hydrogencarbonatreiche Mineralwässer mit über 1.800 mg Hydrogencarbonat pro Liter. Studien zeigen, dass sie die Netto-Säureausscheidung senken können. Den Gehalt findest Du auf dem Flaschenetikett.

Ist Kaffee sauer oder basisch?

Kaffee gilt als eher säurebildend. Zwei bis drei Tassen am Tag sind für die meisten unproblematisch, als Hauptgetränk oder Wasserersatz ist Kaffee aber nicht geeignet.

Muss ich basisch trinken, um gesund zu sein?

Nein. Eine pflanzenbetonte Ernährung mit ausreichend Wasser und ungesüßtem Tee reicht völlig. Fachgesellschaften und Verbraucherschützer sehen keinen belegten Zusatznutzen teurer basischer Wunderprodukte.

Quellen

  1. Was bringt eine basische Ernährung?VerbraucherFenster Hessen · 2022 · abgerufen am 02.09.2026verbraucherfenster.hessen.de
  2. Säure-Basen-Haushalt: basische Ernährung im MythbustingAOK Gesundheitsmagazin · 2025 · abgerufen am 02.09.2026aok.de
  3. Getränke: Empfehlungen der DGE zum TrinkenDeutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) · abgerufen am 02.09.2026dge.de
  4. Effects of mineral waters on acid-base status in healthy adults: a randomized trialFood & Nutrition Research · 2019 · abgerufen am 02.09.2026ncbi.nlm.nih.gov
  5. Citrus, Citrat und NierensteineNational Kidney Foundation · abgerufen am 02.09.2026kidney.org

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